Mexiko und ich – eine ziemlich lange Liebesgeschichte 🇲🇽

In der 10. Klasse wechselte ich die Schule, weil ich unbedingt Spanisch lernen wollte. Im Unterricht lasen wir Malinche – La noche triste – und während sich die Begeisterung meiner Mitschüler eher in Grenzen hielt, war ich Feuer und Flamme.

Natürlich machte ich später auch mein mündliches Abitur in Spanisch. Und welches Thema zog ich? Die Azteken. Ausgerechnet jene Hochkultur, deren Reich sich im heutigen Mexiko befand.

Ein erstes kleines Zeichen? Vielleicht. 😉

Damals ahnte ich jedenfalls noch nicht, welche Rolle Mexiko einmal in meinem Leben spielen würde.

Manchmal begegnet einem ein Land, bevor man dort gewesen ist

Nach der Schule wollte ich Tourismusmanagement studieren und für mein erstes Praxissemester stand für mich eigentlich fest: Ich gehe nach Honduras. Meine Freundin Sendy kam von dort und mit ihr hatte ich schon für mein Spanisch-Abi geübt.

Doch etwa ein Jahr vor meinem Praxissemester nahm ich am Tandemprogramm meiner Hochschule teil. Mir wurde ein mexikanischer Student zugeteilt: Gustavo aus Puebla.

Aus einem Sprach-Tandem wurde eine Freundschaft fürs Leben – und irgendwann eine Freundschaft zwischen ganzen Familien.

Inzwischen saß Gustavos Familie bei meiner Oma in der Stube und probierte Osterlamm. Meine Eltern und ihre Freunde saßen mit seiner Familie in Puebla bei gutem Essen und Mariachi zusammen. Wir waren zur Quinceañera seiner Schwester eingeladen. Und auch wenn zwischen unseren Treffen manchmal Jahre und viele Tausend Kilometer liegen, ist diese Verbindung geblieben.

Damals kurz vor meinem Praxissemester in der Hochschule stellte sich deshalb dann die Frage: Warum eigentlich Honduras? Warum nicht Mexiko?

2008: Und dann kam Mexiko ❤️

Für mein Praxissemester brauchte ich einen Betrieb im Tourismus. Puebla war dafür nicht unbedingt der naheliegendste Ort – und so führte mich meine Suche schließlich an die mexikanische Karibikküste.

Im September 2008 stieg ich in ein Flugzeug nach Cancún. Was ich damals von Mexiko erwartet hatte, weiß ich heute gar nicht mehr so genau. Nur eines weiß ich noch: Es kam vollkommen anders.

Fast ein halbes Jahr lebte ich dort und arbeitete bei La Revista La Quinta. Mein Chef legte großen Wert darauf, dass ich nicht einfach nur meine Arbeit machte, sondern Mexiko und seine Kultur wirklich kennenlernte. Und genau das tat ich.

Ich fand Freunde fürs Leben, lernte ein Land kennen, das mich vom ersten Moment an faszinierte – und irgendwie auch mich selbst noch einmal neu. Zum ersten Mal war ich so lange allein weg von zu Hause, auf einem anderen Kontinent, unterwegs in der Welt.

Natürlich hatte ich Heimweh. Nach meiner Familie und ganz besonders nach dem Mann, der heute mein Ehemann ist. Und trotzdem heulte ich im Februar wie ein Schlosshund, als ich wieder nach Deutschland musste.

Denn irgendwo in diesen Monaten war etwas passiert:

Mexiko war für mich kein Reiseziel mehr.

Warum ausgerechnet Mexiko?

Das kann ich bis heute nicht vollständig erklären.

Ich liebe die Sprache. Die Geschichte. Die Farben. Die Kunst. Frida Kahlo. Das Essen – auch wenn mir mein erstes halbes Jahr in Mexiko mal eben zehn Kilo zusätzlich beschert hat. 😅

Ich liebe dieses Gefühl von Gemeinschaft und Familie, das mir dort immer wieder begegnet. Den Stolz vieler Mexikaner auf ihr Land und ihre Kultur. Die Musik, die Feste, die Traditionen und die Selbstverständlichkeit, mit der Vergangenheit und Gegenwart nebeneinander existieren.

Und manchmal sind es ganz kleine Dinge. Wenn ich mexikanische Kinder sprechen höre, könnte ich vor Rührung losheulen. Bis heute.

Woher diese tiefe Verbundenheit kommt, weiß ich nicht. Aber sie ist da.

Mexiko ist längst mit nach Hause gekommen 🇲🇽

Vielleicht merkt man, dass Mexiko für mich nicht einfach irgendwo auf meiner Liste schöner Reiseziele steht. Und irgendwann blieb es auch nicht mehr dort.

Ein kleines Stück Mexiko ist längst mit mir nach Deutschland gezogen.

Bei uns stehen mexikanische Teller und Gläser im Schrank, über unserer Bar hängt Papel Picado und Margaritas gehören definitiv zu den Getränken, für die sich ein eigener Vorrat an Limetten lohnt. 😄 Spätestens im Herbst verwandelt sich unsere Halloween-Deko außerdem verdächtig schnell in eine kleine Día-de-los-Muertos-Welt.

Früher dachte ich sogar einmal über eine Catrina als Tattoo nach. Heute begegnen mir Catrinas, Frida Kahlo und Axolotl auch hierzulande an jeder zweiten Ecke – oft völlig losgelöst von dem, was sie in Mexiko eigentlich bedeuten. Vielleicht wartet deshalb irgendwo noch mein ganz eigenes Mexiko-Symbol auf mich.

Und dann wäre da natürlich noch Mochi.

Ja. Meine Liebe zu Mexiko ist inzwischen so weit gegangen, dass bei uns tatsächlich ein echter Axolotl wohnt. 😂

Aber das eigentliche Gefühl kann man nicht dekorieren

Das merke ich jedes Mal, wenn ich wieder nach Mexiko fliege.

Sobald ich dort aus dem Flugzeug steige und mexikanischen Boden unter den Füßen habe, passiert etwas mit mir. Ich spüre diese Wärme im ganzen Körper. Ich werde ruhiger. Leichter. Fröhlicher.

Einfach glücklich.

Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich Mexiko mein Herzland nenne.

Nicht, weil dort alles perfekt ist. Nicht, weil ich dort Urlaub mache. Sondern weil es einen Ort in mir berührt, den ich bis heute nicht wirklich erklären kann.

Es fühlt sich ein bisschen an wie Nachhausekommen.

Mein Mexiko – nach all den Jahren

Seit meinem ersten längeren Aufenthalt 2008 bin ich immer wieder nach Mexiko zurückgekehrt. Als Reisende, mit Freunden, mit meiner Familie, beruflich – und jedes Mal mit einem etwas anderen Blick auf das Land.

Ich habe inzwischen viele verschiedene Seiten Mexikos kennengelernt: die Karibikküste und Yucatán, riesige Metropolen und kleine Dörfer, Maya-Stätten und Kolonialstädte, Berge, Wüste und Pazifik. Ich habe Orte besucht, die auf fast jeder Mexiko-Rundreise stehen – und andere entdeckt, von denen ich vorher selbst noch nie gehört hatte.

Und genau das liebe ich bis heute an Mexiko: Ich bin dort nie fertig.

Mit jeder Reise kommen neue Orte, Geschichten, Begegnungen und Fragen dazu. Gleichzeitig gibt es Plätze, zu denen ich immer wieder zurückkehren möchte. Manche, weil sie spektakulär sind. Andere, weil dort etwas passiert ist, das ich nie vergessen werde. Und wieder andere kann ich überhaupt nicht vernünftig erklären – ich mag sie einfach. ❤️

Aus meiner ganz persönlichen Mexiko-Liebe ist über die Jahre außerdem mein Beruf geworden. Heute beschäftige ich mich nicht mehr nur damit, wohin ich selbst als Nächstes reisen möchte, sondern auch damit, wie andere Menschen ihr Mexiko entdecken können.

Und genau darum soll es hier gehen.

Nicht um eine weitere Liste mit den „10 Sehenswürdigkeiten, die du in Mexiko gesehen haben musst“. Sondern um mein Mexiko: Orte, die mich begeistert haben, Geschichten und Erfahrungen aus meinen Reisen, Kultur und Lebensgefühl, Reisen mit Kindern – und natürlich jede Menge Wissen, das sich in all den Jahren angesammelt hat.

Komm mit. Ich zeige dir mein Mexiko. 🇲🇽❤️

🌵 Orte, die ich liebe

Natürlich gibt es Orte in Mexiko, die man einfach einmal gesehen haben sollte. Aber meine persönlichen Lieblingsplätze sind nicht unbedingt immer die berühmtesten.

Ich denke an das warme, türkisfarbene Wasser von Tolantongo, an die unglaubliche Landschaft rund um Hierve el Agua, an Begegnungen in San Juan Chamula oder an die Flamingos und Mangroven von Río Lagartos. Und dann gibt es noch diese kleinen Entdeckungen unterwegs, deren Namen kaum jemand kennt – die aber manchmal am längsten im Kopf bleiben.

Hier sammle ich die Orte, die für mich Mexiko besonders machen.

Meine Lieblingsorte entdecken

👨‍👩‍👧 Mexiko mit Kindern

Mexiko kannte ich lange, bevor ich Mutter wurde. Und dann kam irgendwann die spannende Frage: Wie fühlt sich mein Herzland eigentlich mit Kindern an?

Die Antwort: anders – aber mindestens genauso schön. Plötzlich werden Cenoten zum riesigen Abenteuerspielplatz, Tiere wichtiger als Ruinen und aus Dingen, an denen Erwachsene vielleicht vorbeilaufen würden, entstehen die besten Reiseerinnerungen.

Hier findest du unsere Erfahrungen, Lieblingsplätze und Ideen für Mexiko mit Kindern – ganz persönlich und ohne den Anspruch, dass jede Familie genauso reisen muss wie wir.

Mexiko als Familie entdecken

💀 Kultur & Lebensgefühl

Mexiko wäre für mich nicht Mexiko ohne all das, was hinter den schönen Stränden und beeindruckenden Landschaften steckt.

Die jahrtausendealte Geschichte, indigene Kulturen, Día de Muertos, Mariachi, Märkte, Feste, Sprache, Essen, Farben und Traditionen – aber auch die kleinen Dinge des Alltags. Je länger ich Mexiko kenne, desto mehr merke ich, wie viel es noch zu verstehen und zu entdecken gibt.

Und wahrscheinlich ist genau das einer der Gründe, warum mich dieses Land bis heute nicht loslässt.

Mexiko verstehen & erleben

✈️ Mexiko selbst erleben

Irgendwann wurde aus meiner privaten Leidenschaft für Mexiko auch berufliche Erfahrung. Heute beschäftige ich mich täglich mit Reisen durch das Land, Routen, Regionen, Hotels und der Frage: Welches Mexiko passt eigentlich zu welchem Menschen?

Denn zwischen Yucatán, Baja California, Oaxaca, Chiapas, Zentralmexiko und der Pazifikküste liegen nicht nur ziemlich viele Kilometer – sondern teilweise völlig unterschiedliche Reiseerlebnisse.

Auf La Viajane teile ich meine persönlichen Erfahrungen und Geschichten. Wenn du dagegen deine eigene Mexiko-Reise konkret planen möchtest, findest du bei Mexico Mio Rundreisen und individuelle Reiseideen – und dort begegnen wir uns vielleicht sogar noch einmal in meiner beruflichen Rolle. 😉

Meine Mexiko-Reise planen

Und dann habe ich dort auch noch geheiratet … ❤️

Als wäre Mexiko nicht ohnehin schon eng genug mit meinem Leben verbunden, haben Toni, die Kinder und ich irgendwann beschlossen, dort auch noch einmal Ja zu sagen.

Nicht am Strand eines großen Resorts, sondern in einer Cenote auf Yucatán – einem Ort, der kaum besser zu uns und zu meiner Geschichte mit diesem Land hätte passen können.

Ein jahr später entstand daraus noch ein weiteres Projekt: Heiraten im Ausland. Heute unterstütze ich gemeinsam mit Isabella Paare dabei, ihren eigenen Weg zu einer Hochzeit irgendwo auf der Welt zu finden – natürlich auch in Mexiko. ❤️

→ Mehr über Heiraten in Mexiko

Mein Mexiko zum Mitnehmen

🇲🇽 Du kannst auch nie genug von Mexiko bekommen?

Dann bist du damit definitiv nicht allein. ❤️

In meiner Facebook-Gruppe rund um Mexiko treffen sich Menschen, die das Land lieben, gerade ihre erste Reise planen, schon unzählige Male dort waren oder einfach ein bisschen Mexiko-Sehnsucht haben.

Wir tauschen Erfahrungen aus, teilen Lieblingsorte und Reisetipps, beantworten Fragen und sprechen über all die Dinge, die Mexiko so besonders machen – vom nächsten Roadtrip über versteckte Lieblingsplätze bis zu Kultur, Essen und ganz alltäglichen Mexiko-Momenten.

Und natürlich bin auch ich dort unterwegs und teile immer wieder meine Erfahrungen und Entdeckungen aus inzwischen vielen Jahren Mexiko.

Also: Komm gern dazu – ¡Bienvenid@! 🇲🇽❤️

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Fiesta Mexicana!

Mexiko ist meine große Liebe und daher auch ein ganz spezieller Reisetipp für dich!

 

https://www.youtube.com/playlist?list=PLOjOLIexXzHR0S2A_OKqBRW-_dfFWM90z